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[Monatsrückblick] April 2017

Kaum lassen sich ein paar Sonnenstrahlen blicken, bin ich wieder motiviert, alles anzugehen. Wie produktiv ich wohl wäre, wenn das ganze Jahr über sonniges, warmes Wetter wäre? Wir werden es wohl nie erfahren - trotzdem bin ich heute motiviert genug, meinen Monatsrückblick zu teilen, auch wenn er mickrig ist. 
Von meiner ursprünglichen Leseplanung - Das Nest, Heimsuchungen, Odyssee und Und dann gab's keines mehr - habe ich nur letzteres gelesen. Dazu gesellte sich das Buch Deutschland Schwarz Weiß von Noah Sow, sowie ein Gedichtband von Nayyirah Waheed. 


Das ist fast schon selbstironisch, denn in Und dann gab's keines mehr hat mich der kolonialrassistische Blick sehr gestört - um den es in Deutschland Schwarz Weiß viel geht. Noah Sow beschäftigt sich nämlich als Schwarze Deutsche mit dem Rassismus und den kolonialistischen Nachwehen in Deutschland. Zu beidem schreibe ich meine Gedanken in den nächsten Tagen (hoffentlich - wir müssen auf gutes Wetter bauen!) auf. 

Und dann gab's keines mehr - Agatha Christie (223 S.)
★★★★☆
(3,5)

Nejma - Nayyirah Waheed (178 S.)
★★★★☆

Deutschland Schwarz Weiß - Noah Sow (320 S.)
★★★★☆

An Neuzugängen haben sich lediglich ein paar sehr günstige E-Books auf den Reader geschlichen. Bei Everything I Never Told You, Sofia Khan Is Not Obliged und The Strange And Beautiful Sorrow Of Ava Lavender musste ich zuschlagen. 

Und der Mai? 
Der beginnt mit einer Leseflaute. Heimsuchungen und Das Nest sind angefangen, begeistern mich gerade aber beide nicht. Als Ausgleich habe ich Water & Air von Laura Kneidl angefangen und hoffe, dass mich das ein bisschen mitreißt und dazu veranlasst, öfter zum Buch zu greifen. Ganz abgesehen davon ist der Mai ja eigentlich mein Lieblingsmonat und ich bin gespannt, was er für mich bereithält - nur den 24. Geburtstag könnte ich mir sparen. Wie schnell geht das eigentlich? Und wer hat mich gefragt? 

Wie sieht's bei euch aus, habt ihr Lesepläne für den Mai? Und war im April ein Highlight dabei? Was mich ja auch interessieren würde - wie kommt ihr aus Leseflauten wieder raus? 
Habt es sonnig! 

Kommentare

  1. Ahoi!

    Hach, schön, dass du Deutschland Schwarz Weiß jetzt auch gelesen hast. Ich bin schon sehr auf deine Meinung gespannt.
    Ich hatte im April jede Menge gute Bücher (endlich mal wieder), angefangen bei "Unter Weißen" von Mohamed Amjahid über "Das Problem mit den Frauen" von Jackie Flemming bis zu "Ene, mene, Missy" von Sonja Eismann.
    Bezeichnend, dass es alles mehr oder weniger Sachbücher sind, auf der anderen Seite war im April nur wenig Fiction dabei...

    Für Mai stehen bei mir einige feministische Bücher auf dem Plan, außerdem "A Court of Wings and Ruin" von Sarah J. Maas (der dritte Teil der A Court of... Reihe), und jede Menge Examensliteratur. Im Grunde wird man irgendwann vergessen wie ich aussehe, weil vor meinem Gesicht immer ein Buch schwebt...

    Und gugge ma hier, ich habe im März einen Artikel zur Leseflaute geschrieben und wie man vielleicht wieder rauskommt: https://bookcrow.wordpress.com/2017/03/16/federlesen-was-tun-bei-einer-leseflaute/

    Cheerio und lass es dir gut gehen,
    Mareike und Pummelhorst

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  2. Liebe Elif,
    hach, da geht es mir genau gleich! Sogar das Lernen (obwohl ich, was das Thema angeht, ziemlich minimalistisch drauf bin...) macht mir bei Sonne viel mehr Spass - ich gehe dann immer raus. Alle andern maulen, weil sie bei Sonne draussen drinnen lernen müssen, wirklich lustig.

    Ich freue mich immer über Deine Beiträge und so auch über diesen kurzen! Deutschland Schwarz-Weiss wollte ich auch schon länger lesen und hoffe, dass ich bald mal dazu komme. Auch interessiert mich die Lektüre von Nayyirah Waheed - schon lange wollte ich 'salt.' lesen. Ich finde moderne englische, auf Instagram hochgelobte Poesie sehr spannend, auch wenn ich sie nicht als Poesie per se empfinde. Mehr als wohlklingende Laute, warme Worte, ehrliche Empfindungen. Und das ist ja auch was sehr positives!

    Herzlich,
    Mara
    www.wonderful-ne-books.blogspot.de

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  3. Hallo Elif,
    mein April verlief einigermaßen gut. Ich hatte zwei Wochen Urlaub und daher auch ein wenig mehr Zeit zum Lesen. So eine richtig fiese Leseflaute hatte ich - ein Glück - lange nicht mehr. Ich kenne aber diesen Moment, wenn sich so eine Flaute anbahnt. Das geschieht bei mir meist, wenn ich ein Buch lese, das mich so gar nicht fesseln kann oder aber eben nicht meinem gewohnten Leseschema entspricht. Was mir dann meist vorzeitig verhilft wieder in gewohnte Leselaune zu kommen ist eine Geschichte, die mich so richtig aus der Realität nimmt. Wo einfach alles stimmt. Eine prickelnde Liebesgeschichte, viel Spannung, ein rasanter Plot und ganz wichtig: Vorfreude (geschürt durch den Klappentext und das Cover o.ä.).

    Wenn dir gerade kein Buch einfällt, was dich so richtig mitreißen könnte, vielleicht fragst du einfach mal jemanden, der deinen Lesegeschmack genau kennt nach einem guten Tipp? Ich drücke dir die Daumen, dass du ganz schnell wieder aus der Flaute rauskommst.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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