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Es werden Posts vom April, 2017 angezeigt.

Ableismus und ableistische Sprache - warum wir "dumm" und "Idiot" vermeiden sollten

Der Post ist eigentlich schon grundsätzlich problematisch, weil ich als Nichtbetroffene über das Thema spreche. Ich bin mir dessen und der Tatsache, dass ich auf dem Gebiet keine Expertin bin, bewusst. Mein Anspruch ist auch nicht, alles in Bezug auf Ableismus abzudecken. Was mein Anspruch ist: Bloggerkolleg*innen zum kritischeren Lesen zu animieren und dafür ein paar Anhaltspunkte zu liefern. (Leider kenne ich keine deutsche Buchbloggerin, die als Betroffene auf die Problematik aufmerksam macht.) Zuletzt schrieb ich über Rassismus. Demnächst soll es um Intersektionalität gehen. Dafür ist es unabdingbar, Ableismus zu umreißen. Ich habe mich bemüht, möglichst auf betroffene Stimmen und Beiträge aufmerksam zu machen. Falls ich trotzdem scheitere, weist mich gerne darauf hin. Weil ich es aber richtig und wichtig finde, darüber zu reden, habe ich mich dagegen entschieden, den Post ganz sein zu lassen.

Mehr als ein Monat ist vergangen, seit wir über Rassismus geschnackt hatten. Die dort be…

[Off-Topic] Das Grundsatzprogramm der AfD

Ich habe mich bis gestern für eine Hausarbeit mit dem Grundsatzprogramm der AfD auseinandergesetzt und fänd es irgendwie zu schade, meine Ergebnisse unerwähnt zu lassen. Das hier ist und bleibt primär ein Buchblog, aber ich bin ohnehin der Meinung, dass wir Buchblogger*innen politischer werden müssen. Deshalb und angesichts der kommenden Bundestagswahlen folgt jetzt eine kleine Zusammenfassung des Grundsatzprogramms, das ihr übrigens hier lesen könnt. 96 Seiten Spaß!
Grundsatzprogramme sind übrigens eigentlich primär für Parteimitglieder gedacht - erst, wenn es um Partei- und Wahlprogramme geht, richten die sich an eine bestimmte Wähler*innenschaft. Ich habe mir allerdings auch die GSP anderer Parteien angeschaut und festgestellt, das keines so leser*innenfreundlich ist wie das der AfD. Die Vermutung liegt also nahe, dass sich dieses GSP nicht nur an Mitglieder der Partei richtet.  Wir hangeln uns mal einigermaßen chronologisch entlang.  Wir kamen zusammen in der festen Überzeugung, …

[Monatsrückblick] März 2017

Der März war für mich ein toller Lesemonat. Angefangen mit "Ein wenig Leben", welches ich beendet habe und weiteren wirklich guten Büchern, die ich nicht aus der Hand legen konnte. Der beste Beweis ist immer, wenn ein Buch nach dem Lesen so aussieht:



Ein wenig Leben - Hanya Yanagihara (958 S.) [Rezension] ★★★★☆ (4,5)
Ellbogen - Fatma Aydemir (271 S.) [Rezension] ★★★☆☆ (3,5)
Unter Weißen. Was es heißt, privilegiert zu sein - Mohamed Amjahid (177 S.) ★★★★☆ (4,5)
The Hate U Give - Angie Thomas (464 S.) ★★★★★
Zweite Generation - Michel Kichka (110 S.) ★★★★☆ (4,5)
Alle gelesenen Bücher haben mir ziemlich gut bis sehr, sehr gut gefallen. Mein Highlight war The Hate U Give, wozu ich auch noch eine Rezension schreiben werde. Ein Young Adult-Roman, der von A bis Z alles richtig macht und von allen gelesen werden sollte, die sich ein bisschen mit der Thematik auseinandersetzen wollen. 

Ein Sammelbild der Neuzugänge habe ich diesmal leider nicht vorbereitet, aber tatsächlich sind drei…

[Rezension] "Ellbogen" - Fatma Aydemir

Ellbogen - Fatma Aydemir - Hanser* - 271 S. - 20,00€ - ISBN: 978-3-446-25441-1
Content Notes: Suizidalität, Rassismus, häusliche Gewalt, sexuelle Nötigung, Tod, Polizeigewalt
Sie ist siebzehn. Sie ist in Berlin geboren. Sie heißt Hazal Akgündüz. Eigentlich könnte aus ihr eine gewöhnliche Erwachsene werden. Nur dass ihre aus der Türkei eingewanderten Eltern sich in Deutschland fremd fühlen. Und dass Hazal auf ihrer Suche nach Heimat fatale Fehler begeht. Erst ist es nur ein geklauter Lippenstift. Dann stumpfe Gewalt. Als die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie zuvor war. via
Inzwischen ist schon eine Weile vergangen, seit ich "Ellbogen" beendet habe und ich bin immer unschlüssiger, wie ich dazu stehe. Während des Lesens und kurz nach dem Beenden war ich sehr angetan. Vorhin habe ich allerdings gemerkt, dass das Buch bei mir keinen wirklichen, bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Und dass ich mich mit ein paar Aspekten schwertue. 
"Ellb…

[Entdeckt] Trans-Themen in Büchern (Transgender, Transsexualität)

Im Zuge des gestrigen Transgender Day of Visibility hatte ich auf Twitter mal rumgefragt, welche Bücher sie dazu kennen. Hier seht ihr das Gepräch und die Vorschläge/Vorschlagenden: *klick*
Bildquelle
Seit jeher bin ich der Meinung, dass insbesondere Romane dazu einladen, sich auf ein unbekanntes oder wenig bekanntes Thema einzulassen, Empathie zu entwickeln, zu verstehen, zu reflektieren und neues Wissen mitzunehmen, ohne, dass man das Gefühl hat, in einem trockenen Sinne belehrt worden zu sein. Bücher eignen sich hervorragend dazu, den Horizont zu erweitern.  Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich im Moment an kein gelesenes Buch erinnere, das sich mit dem Thema Trans auseinandersetzt. (Ich schreibe "Trans", weil sich nicht jede*r als transgender oder transsexuell identifiziert. Für einen knappen Überblick zu den Begrifflichkeiten könnt ihr hier *klick* vorbeischauen. Dort wird auch erklärt, warum Formulierungen wie "war früher ein Junge" oder "i…