Direkt zum Hauptbereich

[Monatsrückblick] März 2016

Endlich Frühling! Ich liebe es, dass sich so langsam wärmende Sonnenstrahlen ihren Weg hierher erkämpfen und mir damit die Laune um 180° verbessern. Ich bin und bleibe ein Freund der warmen Monate. Leider hat mich der März aber nochmal so richtig ausgeknockt - ich glaube, ich hatte die bislang schlimmste Grippe meines Lebens. Das klingt jetzt dramatisch, es war natürlich nichts, was man nicht aushalten könnte, aber dennoch, so krank war ich halt einfach noch nie, seit ich mich erinnern kann. :D Jedenfalls hatte ich eigentlich ganz wunderbare Pläne, die Leipziger Buchmesse zu besuchen, doch aufgrund ebenjener Grippe wurde daraus leider nichts. Gefahren wäre ich mit Julia und Corinna, die mir aber dennoch ganz viel mitgebracht haben. Bei Julia könnt ihr auch einen Bericht lesen, falls es euch interessiert. Es ist fast so, als wäre ich doch dabei gewesen. :)


Sogar mit Genesungswünschen von Bettina Belitz, ist das nicht cool? Am meisten habe ich mich in das Türschild verliebt, es ist so wahnsinnig schön. ❤ Jetzt aber zu meinem Lesemonat: 


Drei Bücher, eine verschriftlichte Rede und ein Hörbuch habe ich gelesen/gehört. Ein etwas ungewöhnlicher Monat für mich, da quasi drei davon Sachbücher sind, welche ich normalerweise kaum bis gar nicht lese. Eins davon ("We Should All Be Feminists") war auf jeden Fall mein Highlight, doch auch "Wie meine Internet-Liebe zum Albtraum wurde" habe ich verschlungen und mit der vollen Punktzahl bewertet. Mein Flop war leider, leider "Lone Star" von der Autorin meines allerliebsten Lieblingsbuches "Die Liebenden von Leningrad". "Lone Star" war einfach langatmig, mit falschen Schwerpunkten und unsympathischen Charakteren. Ich konnte kaum etwas damit anfangen und habe mich durchgequält. Wäre es nicht von Paullina Simons, hätte ich es sogar sicher abgebrochen. Sehr schade. Insgesamt bin ich aber zufrieden mit dem, was ich 'geschafft' habe. Viel mehr als im Februar! :) 

"Lone Star" - Paullina Simons (622 Seiten) 
★★☆☆☆

"We Should All Be Feminists" - Chimamanda Ngozi Adichie (64 Seiten) 
★★★★★

"Anna und der Schwalbenmann" - Gavriel Savit (288 Seiten) [Rezension
★★★★☆

"Wie meine Internet-Liebe zum Albtraum wurde" - Victoria Schwartz (321 Seiten) [Rezension]
★★★★★

"Darm mit Charme" - Giulia Enders (288 Seiten) 
★★★★☆

Auch was Neuzugänge angeht, war ich vorbildlicher als im Februar. Na ja, irgendwie. Ein wenig. Oder auch nicht. Aber sehr selbst... 


Das Buch von Victoria Schwartz bekam ich als Rezensionsexemplar, die Rezension wird auch in Kürze veröffentlicht. Abgesehen davon habe ich ein bisschen bei den Little Black Classics zugeschlagen, die es für Thalia für je ca. 1€ gab. Ich lese die ohnehin gerne und sammle sie langsam, aber sicher, aber als ich sie für den Preis (sonst zahle ich ca. 3€) gesehen habe, mussten einfach ein paar in meinen Einkaufskorb wandern. Die Entscheidung fiel aus "The Yellow Wall-Paper" Charlotte Perkins Gilman, "The Queen Of Spades" von Alexander Pushkin, "A Terrible Beauty Is Born" von W. B. Yeats, "The Beautifull Cassandra" von Jane Austin, "Only Dull People Are Brilliant At Breakfast" von Oscar Wilde und "A Pair Of Silk Stockings" von Kate Chopin. 

Tja, aber das waren mir offenbar noch nicht genug Klassiker. Denn ich habe mich Hals über Kopf in die Mr. Boddington Penguin Classics Editionen verliebt. Ich hatte sie schon oft auf Instagram gesehen, aber erst in meiner Krankphase dachte sich der buchige Teil in meinem Gehirn "DU MUSST SIE HABEN". Und wie wir alle wissen, müssen wir darauf hören. Das Doofe daran - diese Editionen sind rar. Ziemlich rar. "Alice In Wonderland" und "Little Women" waren Glückgriffe, die gab es noch je 1x auf Amazon. "Jane Eyre" entdeckte ich dann noch bei den Warehouse Deals, es hat ein paar kleine Macken, aber damit kann ich leben. Ansonsten gibt es noch drei weitere Bücher in dieser Serie, aber an die kommt man nicht ran. Wäre dem doch so gewesen, hätte ich mir auch die gekauft. Aber sind sie nicht einfach wuuunderschön? Ich hoffe, ihr könnt nachvollziehen, dass mein Gehirn einen Aussetzer hatte. Denn wirklich sinnvoll waren die Käufe nüchtern gesehen nicht, ich besitze sowohl Jane Eyre, als auch Alice im Wunderland schon. Aber na ja. Sinnvoll wäre ja langweilig. ¯\_(ツ)_/¯
Außerdem sollte es Sinn genug sein, dass sie mich glücklich machen. Nicht wahr? Ja. :D 


Und im April? 

Da es im März mit dem tbr-Stapel ganz gut geklappt hat (okay, zwei der Bücher habe ich nicht geschafft, aber ich habe zumindest nicht tagelang vor dem Regal gestanden und überlegt, was ich als nächstes lese, sondern mir direkt schon das nächste gegriffen - ich hatte das Gefühl, so besser voranzukommen), habe ich mir auch für den April ein paar Bücher ausgesucht, die ich gerne in diesem Monat lesen würde. 


"Deathless" und "The Haunting Of Hill House" nehme ich mit in den April, ersteres lese ich bereits. Außerdem höre ich nebenbei "Zorn und Morgenröte" auf Audible. Abgesehen davon möchte ich "Americanah" (nachdem mich Adichies Rede schon so begeistert hatte) und "The Yellow Wall-Paper" lesen. Die Little Black Classics eignen sich wunderbar für kleinere Lücken im Tag, schmale Taschen oder eben zum Aufpeppeln der Statistik. :D Aber nicht nur deswegen freue ich mich drauf, ich habe auch sonst schon viel Gutes darüber gehört. 

Und bei euch, wie war euer März? Welche Bücher wollt ihr im April lesen? Und freut ihr euch auch so über den Frühling wie ich? ❤

Kommentare

  1. Die Mr. Boddington Ausgaben sind wirklich traumhaft schön! Aber man kommt wirklich schwer an sie ran... : D


    Liebe Grüße,
    Karin

    AntwortenLöschen
  2. Die Ausgaben sind so schön *___* Ich liebe deine Fotos davon :D (und von anderen Büchern auch ;) ).
    "We Should All Be Feminists" möchte ich auch unbedingt noch kaufen und lesen. Bin ja gerade noch an Americanah dran und finde ihre Punkte in dem Buch schon total interessant, da ist so eine Rede sicherlich auch cool.
    Mein März war ganz gut, nicht extrem lesereich aber ich bin zufrieden! Und auf den Frühling freue ich mich auch total, jetzt wird's langsam mal Zeit. Bin aber eigentlich Fan aller Jahreszeiten :D

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Daanke <3 Sie sind aber auch besonders fotogen :D
      Ich bin schon gespannt, wie dir "We Should All Be Feminists" dann gefallen wird! Ich glaube ja, dass du es mögen würdest. :)

      Löschen
  3. Hey meine Liebe :)
    Ein schöner Post! Ich finde es cool, dass sich dein Schwerpunkt ein wenig verlagert. Ich finde die kleinen schwarzen Büchlein so wunderbar! Sind voll an mir vorbei gegangen...schade eigentlich. Auf deine Klassiker-Ausgaben bin ich total neidisch, aber keinem gönne ich sie mehr als dir. Und ich weiß ja, wie viel Aufwand du darein investiert hast ;)
    Ein schöner Post!
    :* Julia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu :)
      Ja, fragt sich nur, für wie lange. Ich und meine Launen. :D Die solltest du dir auf jeden Fall näher angucken, ich meine, sie sind online bei Thalia immer noch so günstig. Ich schaue nur nicht nach, um nicht wieder welche zu bestellen.
      Danke, Liebes. <3

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezension] "George" - Alex Gino

George - Alex Gino - Fischer KJB - 208 S. - 978-3-7373-4032-8
George ist zehn Jahre alt, geht in die vierte Klasse, liebt die Farbe Rosa und liest heimlich Mädchenzeitschriften, die sie vor ihrer Mutter und ihrem großen Bruder versteckt. Jeder denkt, dass George ein Junge ist. Fast verzweifelt sie daran. Denn sie ist ein Mädchen! Bisher hat sie sich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen. Noch nicht einmal ihre beste Freundin Kelly weiß davon. Aber dann wird in der Schule ein Theaterstück aufgeführt. Und George will die weibliche Hauptrolle spielen, um allen zu zeigen, wer sie ist. Als George und Kelly zusammen für die Aufführung proben, erzählt George Kelly ihr größtes Geheimnis. Kelly macht George Mut, zu sich selbst zu stehen. via
„George“ müsste eigentlich „Melissa“ heißen. Denn das ist der Name, den George für sich am schönsten findet – drückt er doch aus, dass sie ein Mädchen und kein Junge ist, wie alle zu wissen meinen. George geht in die Grundschule und fühlt si…

Ableismus und ableistische Sprache - warum wir "dumm" und "Idiot" vermeiden sollten

Der Post ist eigentlich schon grundsätzlich problematisch, weil ich als Nichtbetroffene über das Thema spreche. Ich bin mir dessen und der Tatsache, dass ich auf dem Gebiet keine Expertin bin, bewusst. Mein Anspruch ist auch nicht, alles in Bezug auf Ableismus abzudecken. Was mein Anspruch ist: Bloggerkolleg*innen zum kritischeren Lesen zu animieren und dafür ein paar Anhaltspunkte zu liefern. (Leider kenne ich keine deutsche Buchbloggerin, die als Betroffene auf die Problematik aufmerksam macht.) Zuletzt schrieb ich über Rassismus. Demnächst soll es um Intersektionalität gehen. Dafür ist es unabdingbar, Ableismus zu umreißen. Ich habe mich bemüht, möglichst auf betroffene Stimmen und Beiträge aufmerksam zu machen. Falls ich trotzdem scheitere, weist mich gerne darauf hin. Weil ich es aber richtig und wichtig finde, darüber zu reden, habe ich mich dagegen entschieden, den Post ganz sein zu lassen.

Mehr als ein Monat ist vergangen, seit wir über Rassismus geschnackt hatten. Die dort be…