[Rezension] "Hopeless" - Colleen Hoover



Originaltitel: Hopeless
Deutscher Titel: Hope Forever
Autor: Colleen Hoover
Verlag: Simon + Schuster
Seitenzahl: 488
Preis: 2,99€ (Kindle Edition)
Reihe: 1/2 (Anmerkung: Band 2 ist dieselbe Geschichte, nur aus anderer Perspektive)
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Would you rather know a truth that makes you feel hopeless, or keep believing the lies? Colleen Hoover returns with the spellbinding story of two young people with devastating pasts who embark on a passionate, intriguing journey to discover the lessons of life, love, trust - and above all, the healing power that only truth can bring. Sky, a senior in high school, meets Dean Holder, a guy with a promiscuous reputation that rivals her own. From their very first encounter, he terrifies and captivates her. Something about him sparks memories of her deeply troubled past, a time she's tried so hard to bury. Though Sky is determined to stay far away from him, his unwavering pursuit and enigmatic smile break down her defences and the intensity of their relationship grows. But the mysterious Holder has been keeping secrets of his own, and once they are revealed, Sky is changed forever and her ability to trust may be a casualty of the truth. Only by courageously facing the stark revelations can Sky and Holder hope to heal their emotional scars and find a way to live and love without boundaries. Hopeless is a novel that will leave you breathless, entranced, and remembering your own first love. via

„Hopeless“ habe ich mir eigentlich nur heruntergeladen, weil es eine kurze Zeit lang umsonst für den Kindle verfügbar war. „Weil ich Layken liebe“ hatte mir zwar schon nicht so unglaublich gut gefallen, aber dafür war es unterhaltsam und eine schnelle Lektüre gewesen, was ich dann auch bei „Hopeless“ erwartet habe. Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich bewusst das Buch angefangen, weil ich dachte, es ist sicher kein gradioses 5-Sterne-Buch. Mir ging's da grad ziemlich dreckig und ich wollte ein potentiell tolles Buch nicht mit einer schlechten Erinnerung beflecken (bin ich verrückt oder kennt ihr das auch?), jedenfalls habe ich deshalb zu diesem Buch gegriffen. Ich wollte etwas Leichtes, abgelenkt werden und dachte von vornherein, dass es nicht mein Lieblingsbuch wird und so war es dann auch. Ich hoffe, das macht jetzt nicht den Eindruck, als sei ich entschlossen gewesen, das Buch nicht zu mögen, denn das war ganz und gar nicht der Fall, nur hat Collen Hoover einfach ein Schema, mit dem ich mich nicht 100% anfreunden kann.

Sie neigt dazu, zu übertreiben, mit den Thematiken, die sie in einem Buch unterbringen will. Meist mit Schicksalsschlägen. So habe ich das schon bei Layken empfunden und bei diesem Buch genauso. Ich möchte nichts verraten, denn das wären zu große Spoiler. Es sei nur so viel gesagt – es geht nicht nur um eine Highschool-Liebesgeschichte, sondern um ein großes Trauma und Ereignisse, die viele Leben negativ beeinflusst haben, so auch das der Protagonistin und ihres Love Interests. Ich finde die Thematisierung wirklich gut und wichtig, aber hier war einfach zu viel thematisiert und somit oft nur an der Oberfläche angekratzt. Das Trauma, um das es geht, hat meiner Meinung nach viel zu wenig Raum bekommen. Außerdem gab es auch zu viele Zufälle, die es mir erschwert haben, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. 

Für jene, die es gelesen haben (zum Lesen markieren): Um es nochmal zu rekapitulieren: Ihre Mutter ist tot. Ihr Vater hat sie als Kind vergewaltigt. Sie wurde als Kind entführt. Sie erinnert sich an nichts von früher, weil sie traumatisiert ist und denkt einfach, dass sie adoptiert wurde. Dann trifft sie jemanden. Es stellt sich heraus, dass er ihr Nachbar und Freund aus Kindestagen ist, der sie seit ihrem Verschwinden nicht vergessen hat und sucht. Die beiden kommen sich näher. Sie merkt, dass sie nicht mit ihm schlafen kann und erinnert sich nach und nach an die schrecklichen Dinge, die ihr zugestoßen sind. Sie findet ihren Vater auf. Der gibt zu, nicht nur sie, sondern auch seine Schwester vergewaltigt zu haben – und nicht zuletzt die Schwester des Nachbarn (und Love Interests), die sich als Jugendliche umgebracht hat. Aus Schuldgefühlen bringt der Vater sich um. Und dann stellt sich noch heraus, dass die Adoptivmutter von der Protagonistin die Schwester ihres Vaters ist und sie beschützen wollte. Alles schön und gut, aber einfach t o o m u c h. 

Dennoch darf ich nicht unerwähnt lassen, dass mich das Buch gefesselt hat und ich unbedingt wissen wollte, was Sache ist und wie es ausgeht. Das muss man Hoover lassen, sie weiß den Leser zum Weiterlesen zu animieren. Zudem fliegen die Seiten nur so dahin, man bekommt gar nicht mit, wie schnell man gelesen hat. Und letztendlich ist die Idee dahinter auch gar keine schlechte! Nur fand ich sie nicht ideal umgesetzt, weniger Drumherum und zusätzliche Schicksalsschläge und mehr Fokussieren auf den einen zentralen Schicksalsschlag hätten dem Buch weitaus besser getan.


Mit „Hopeless“ konnte Colleen Hoover sehr viele Leser begeistern und auch mich hat das Buch fesseln und unterhalten können, aber es gab dennoch einige Dinge, die mir nicht gut gefallen haben. Der Grundgedanke ist sehr lobenswert und es ist wichtig, solche Traumata zu thematisieren – um welche Ursache es sich handelt, verrate ich nicht -, aber die Autorin hat wieder einmal versucht, viel zu viel in ein Buch zu stopfen. Eine Fokussierung und tiefgehende Behandlung des einen Schicksalsschlages hätten genügt – alles andere fand ich teilweise viel zu viel. Dafür ist die Liebesgeschichte schön und weiß zu fesseln. 
Wer sich mit Traumata und ernsten, diese verursachenden Ereignissen und Taten auskennt, wird mit diesem Buch vielleicht nicht sehr glücklich. Wer den Fokus auf die Liebesgeschichte legt, dem könnte es aber gefallen. Wägt ab, zu welcher Sorte Leser ihr gehört. Von mir gibt es knappe 3 von 5 Sternen.

★★★☆☆

Kommentare

  1. Amen! Ich kenne bisher auch nur dieses Buch von Colleen Hoover, aber mir ist sie auch einfach zu over the top. Ich meine, das bietet schon nen gewissen Unterhaltungswert. Ich habe das Buch irgendwann nur noch weitergelesen, weil ich wissen wollte, was für dramatische Schicksalsschläge sie sich als nächstes einfallen lässt :D Auf jeden Fall weiß ich jetzt, worauf ich mich einlasse, wenn ich zu einem Buch von ihr greife. Das ist so wie wenn mich plötzlich der Drang packt ne Folge Germany's Next Top Model zu gucken xD

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    1. Gut, dass es nicht nur mir so ging! Haha, ja, es passt wirklich zu Hoover, darauf zu warten, was als nächster Schicksalsschlag passiert, das war bei Layken genauso :'D Aber manchmal hat man dann doch wieder Lust, dieses GNTM-Syndrom kennen wir wahrscheinlich alle... xD

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