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Rezension: "Meeresflüstern" - Patricia Schröder


Titel: Meeresflüstern
Autor: Patricia Schröder
Verlag: Coppenrath
Seitenzahl: 416
Preis: 16,95 €

Ein großes Dankeschön geht an den Verlag Coppenrath und das Blogg dein Buch-Team für dieses Rezensionsexemplar!

Inhalt
Nach dem Tod ihres Vaters verlässt die siebzehnjährige Elodie ihre Heimatstadt Lübeck, um bei ihrer Großtante auf Guernsey zu leben. Als wenig später auf der Nachbarinsel ein Mädchen tot aufgefunden wird, glaubt sie, dass ihre Ankunft auf der Kanalinsel in irgendeinem Zusammenhang mit dem schrecklichen Vorfall steht. Aber wie ist das möglich? Und wer ist der wunderschöne Junge, dem Elodie in ihren Träumen begegnet? Dann, eines Tages, taucht dieser Junge plötzlich wie ein Geschöpf aus dem Meer vor ihr auf. Geheimnisvoll. Magisch. Betörend. Elodie kann nicht aufhören, an ihn zu denken. Und sie beginnt zu ahnen, welche Geheimnisse der Ozean tatsächlich verbirgt und wie sehr ihr eigenes Schicksal mit den dunklen Legenden der Kanalinseln verknüpft ist. via

Meine Meinung
Für "Meeresflüstern" habe ich mich entschieden, weil ich vor Jahren bereits "Vollmondkuss" von der Autorin gelesen hatte und, trotz dass ich mich nicht mehr gut an das Buch erinnere, es für gut befunden hatte. Deshalb war ich mir fast sicher, dass ich mit "Meeresflüstern" nichts falsch machen könnte, zumal ich gerade in der Stimmung für Romantasy war. 
Enttäuscht wurde ich nicht, vor allem der Beginn des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist nicht innovativ, es handelt von einem Mädchen, das aufgrund eines Schicksalsschlages für eine Weile ihrer gewohnten Umgebung entflieht. Dennoch überzeugt der Anfang durch den sehr angenehmen Schreibstil der Autorin und durch wirklich sympathische Charaktere, wie Elodies Tante Grace, die einfach eine typische Großtante ist, Ruby, die Elodie auf Guernsey kennenlernt und die mit Ashton zusammen ist, der an dem Tourette-Syndrom leidet. Das waren meine liebsten Charaktere. Elodie selbst war mir anfangs auch sympathisch, doch nachdem Gordian ("Gordy" - dieser Spitzname hat mich echt verschreckt..) auftaucht, konnte ich mich nicht mehr in sie hineinversetzen. Liebe auf den ersten Blick, schön und gut, aber Elodies Verhalten grenzte schon an Wahnsinn. Natürlich kann man das als Anzeichen des "magischen", "betörenden" ansehen, aber das hätte man ein bisschen geschickter und glaubwürdiger darstellen können, finde ich. Denn auch wenn Gordian vor der Begegnung schon in Elodies Träumen auftaucht - ihre plötzliche Hingabe ist mir trotzdem nicht verständlich. Zumal sie vorher für Cyril geschwärmt hatte, den anderen geheimnisvollen, gutaussehenden Kerl auf Guernsey. 
Was mich außerdem gestört hat, ist das gewollt Jugendliche. Facebook- und SMS-Gespräche, bei denen ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass ein Mädchen meines Alters heutzutage noch so schreibt. Das hat mich wirklich sehr gestört, was aber auch an meiner persönlichen Wahrnehmung liegen kann. 

Fazit
Insgesamt bereue ich nicht, das Buch gelesen zu haben, denn anfangs hat es mir wirklich gut gefallen. Auch als die Handlung schwächelte, konnte die Autorin mich durch ihren Schreibstil noch fesseln - abgesehen von den Facebook-Gesprächen. Die Ende hat mir dennoch nicht zugesagt und auch wenn die Geschichte nicht zu Ende erzählt ist, kann ich mir denken, wie es weitergeht. Trotzdem gab es Aspekte, die mir recht gut gefallen haben, wie die Charaktere Ruby und Ashton. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen. 

Kommentare

  1. Ooh ich glaube, mit dem Buch warte ich dann doch lieber, bis es das in der Bib gibt. Hört sich zwar nicht sooo schlecht an, aber vorallem zu schnelle und nicht nachvollziehbare Beziehungen und Liebe ärgern mich immer, sowie unrealistische Jugendsprache.
    Vielen Dank aber trotzdem für die Rezension :)

    Hihi, danke :) Das Notizbuch gibt's bei Tiger (so'n Laden in Hamburg - die haben aber auch ne Homepage: http://www.tiger-stores.de/)
    Und danke für's Verfolgen. Jaja, tumblr macht soo süchtig :D

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  2. Hi, ich habe es am Wochenende auch beendet und mir ging Elodie ab der Hälfte entsetzlich auf die Nerven. Dieses ständige Geschmachte; und ich gebe dir recht, sie wirkt echt schon fast wahnsinnig. Ich musste mich letztlich zum Weiterlesen zwingen, es hat mich einfach überhaupt nicht mehr fesseln können, ständig musste ich wegen Elodie die Augen verdrehen.

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