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[Rezension] "George" - Alex Gino

George - Alex Gino - Fischer KJB - 208 S. - 978-3-7373-4032-8
George ist zehn Jahre alt, geht in die vierte Klasse, liebt die Farbe Rosa und liest heimlich Mädchenzeitschriften, die sie vor ihrer Mutter und ihrem großen Bruder versteckt. Jeder denkt, dass George ein Junge ist. Fast verzweifelt sie daran. Denn sie ist ein Mädchen! Bisher hat sie sich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen. Noch nicht einmal ihre beste Freundin Kelly weiß davon. Aber dann wird in der Schule ein Theaterstück aufgeführt. Und George will die weibliche Hauptrolle spielen, um allen zu zeigen, wer sie ist. Als George und Kelly zusammen für die Aufführung proben, erzählt George Kelly ihr größtes Geheimnis. Kelly macht George Mut, zu sich selbst zu stehen. via
„George“ müsste eigentlich „Melissa“ heißen. Denn das ist der Name, den George für sich am schönsten findet – drückt er doch aus, dass sie ein Mädchen und kein Junge ist, wie alle zu wissen meinen. George geht in die Grundschule und fühlt si…
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[Monatsrückblick] Mai 2017

Es stellt sich mir ja schon manchmal die Frage, wann aus mir so eine Schneckenleserin geworden ist. Auch im Mai habe ich nicht viel gelesen, aber das soll mich nicht daran hindern, den monatlichen Beitrag der Schande zu schreiben (bitte mit ironischem Unterton lesen).  Ein kurzes Sachbuch, ein Jugendroman und ein Kinderroman waren diesmal dabei:


Dear Ijeawele or a feminist manifesto in fifteen suggestions - Chimamanda Ngozi Adichie (63 S.)
★★★★☆
Water & Air - Laura Kneidl (476 S.) [Rezension] ★★★★☆
George - Alex Gino (205 S.) ★★★★★
"George" war wohl mein Highlight des Monats. Ein kleines Buch über ein Mädchen, das als Junge gelesen wird und das sich langsam traut, ihr Geheimnis kundzutun. Ich kann es ausnahmslos empfehlen!

"Leider" sind umso mehr neue Bücher bei mir eingezogen - zum Geburtstag wurde ich wirklich sehr verwöhnt. So viele liebe Menschen haben an mich gedacht und genau meinen Geschmack getroffen. Ich bin unheimlich gespannt auf die Schätze! 

Die wu…

[Behind The Screens] Goodbye, Mai

Seit langem schon verfolge ich auf diversen Blogs die Behind The Screens-Beiträge - ins Leben gerufen von Annabelle von Stehlblueten und Philip von Book Walk und momentan übernommen von meiner lieben Bücherkrähe / Mareike.  Weil ich so unregelmäßig blogge, hat es sich bislang nie angeboten, mitzumachen - heute habe ich aber spontan Lust bekommen und schaue einfach mal, ob ich das ab und an beibehalte oder es bei diesem einen Mal bleibt. Im Grunde geht es darum, von seiner Woche zu berichten und sich dafür an ein paar Fragen entlangzuhangeln. 
Wie war deine Woche? 
In Sachen Blog relativ produktiv, aber das, was ich eigentlich tun sollte - die Bücher für meine Masterarbeit durcharbeiten - habe ich nicht gemacht. Ich bin total raus aus meinem Trott und sollte mir wieder angewöhnen, in der Woche täglich in die Unibibliothek zu fahren. Zu Hause mache ich ja doch nichts. 
Außerdem hatte ich diese Woche meinen 24. Geburtstag und freue mich schon darauf, euch im Monatsrückblick meine neuen …

[Rezension] "Water & Air" - Laura Kneidl

Water & Air - Laura Kneidl - Carlsen - 476 S. - 12,99€ - ISBN: 978-3-551-31544-1 Seit dem Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren achtzehn Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen und ihr Leben in der Wasserkolonie unterliegt strengen Normen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und flieht in eine Luftkolonie, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch dann wird sie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und nur Callum mit dem geheimnisvollen Lächeln hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel. via
Manchmal führt der Weg zu einem Buch über die Autorin - so war es bei mir mit "Water & Air". Hätte ich die Autorin und ihre Vorstellung auf dem Bloggertreffen des Carlsen-Verlags nicht mitbekommen, hätte ich wohl nie zu ihrem Buch gegriffen. Nicht, weil es nicht gut klingt - mein Geschmack ist inzwischen nur einfach ein anderer. Vor …

[Rezension] "Unter Weißen" - Mohamed Amjahid

Unter Weißen. Was es heißt, privilegiert zu sein - Mohamed Amjahid - Hanser* - 188 S. - 16,00€ - ISBN: 978-3-446-25472-5 Über unbewusste Privilegien und versteckten Rassismus – auch in Deutschland – aus der Perspektive von einem, der täglich damit konfrontiert ist.
Wie erlebt jemand Deutschland, der dazugehört, aber für viele anders aussieht? Mohamed Amjahid, Sohn marokkanischer Gastarbeiter und als Journalist bei einer deutschen Zeitung unfreiwillig "Integrationsvorbild", wird täglich mit der Tatsache konfrontiert, dass er nicht-weiß ist. Er hält der weißen Mehrheitsgesellschaft den Spiegel vor und zeigt, dass sich diskriminierendes Verhalten und rassistische Vorurteile keineswegs bloß bei unverbesserlichen Rechten finden, sondern auch bei denen, die sich für aufgeklärt und tolerant halten. Pointiert und selbstironisch macht er deutlich, dass Rassismus viel mit Privilegien zu tun hat – gerade wenn man sich ihrer nicht bewusst ist. via

Bereits der Titel von Amjahids Buch &qu…

[Monatsrückblick] April 2017

Kaum lassen sich ein paar Sonnenstrahlen blicken, bin ich wieder motiviert, alles anzugehen. Wie produktiv ich wohl wäre, wenn das ganze Jahr über sonniges, warmes Wetter wäre? Wir werden es wohl nie erfahren - trotzdem bin ich heute motiviert genug, meinen Monatsrückblick zu teilen, auch wenn er mickrig ist.  Von meiner ursprünglichen Leseplanung - Das Nest, Heimsuchungen, Odyssee und Und dann gab's keines mehr - habe ich nur letzteres gelesen. Dazu gesellte sich das Buch Deutschland Schwarz Weiß von Noah Sow, sowie ein Gedichtband von Nayyirah Waheed. 

Das ist fast schon selbstironisch, denn in Und dann gab's keines mehr hat mich der kolonialrassistische Blick sehr gestört - um den es in Deutschland Schwarz Weiß viel geht. Noah Sow beschäftigt sich nämlich als Schwarze Deutsche mit dem Rassismus und den kolonialistischen Nachwehen in Deutschland. Zu beidem schreibe ich meine Gedanken in den nächsten Tagen (hoffentlich - wir müssen auf gutes Wetter bauen!) auf. 
Und dann gab…

Ableismus und ableistische Sprache - warum wir "dumm" und "Idiot" vermeiden sollten

Der Post ist eigentlich schon grundsätzlich problematisch, weil ich als Nichtbetroffene über das Thema spreche. Ich bin mir dessen und der Tatsache, dass ich auf dem Gebiet keine Expertin bin, bewusst. Mein Anspruch ist auch nicht, alles in Bezug auf Ableismus abzudecken. Was mein Anspruch ist: Bloggerkolleg*innen zum kritischeren Lesen zu animieren und dafür ein paar Anhaltspunkte zu liefern. (Leider kenne ich keine deutsche Buchbloggerin, die als Betroffene auf die Problematik aufmerksam macht.) Zuletzt schrieb ich über Rassismus. Demnächst soll es um Intersektionalität gehen. Dafür ist es unabdingbar, Ableismus zu umreißen. Ich habe mich bemüht, möglichst auf betroffene Stimmen und Beiträge aufmerksam zu machen. Falls ich trotzdem scheitere, weist mich gerne darauf hin. Weil ich es aber richtig und wichtig finde, darüber zu reden, habe ich mich dagegen entschieden, den Post ganz sein zu lassen.

Mehr als ein Monat ist vergangen, seit wir über Rassismus geschnackt hatten. Die dort be…